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UN-Klimakonferenz DOHA 2012Rückblickend betrachtet ist die Einflusskraft der UN-Klimagipfel seit dem Kopenhagen-Desaster (15. UN-Klimakonferenz) langsam aber unaufhaltsam zurückgegangen. Das immer gleiche Ritual, die “Hoffnung” auf einen umfassenden Klimavertrag jeweils auf die nächste Konferenz projizierend, die wiederholte Beschwörung einer unmittelbar bevorstehenden Temperatur-Apokalypse — ohne dass diese erkennbar näherkommt, verliert selbst unter überzeugten Anhängern nach und nach an Glaubwürdigkeit — vgl. dazu diesen Artikel des “heiligen Franz von Alt-ssisi” bei Klimaretter: Eine Chance statt vergeblicher Rituale). Es gelingt nicht länger, die Enttäuschungen durch “geschicktes Erwartungsmanagement” ausreichend abzufedern. Dies steht im Kontrast zur immer weiter steigenden Zahl der Teilnehmer. Nachdem es 2009 in Kopenhagen noch 10.500 staatliche Delegierte gewesen waren (bei insgesamt 15.000 Teilnehmern), trafen sich dieses Jahr in Doha schon 17.000 staatliche Delegierte, dazu 7.000 NGO-Gesandte und 1.500 Medienvertreter.

Zum jüngst zuende gegangenen UN-Klimagipfel in DOHA scheint es, als wäre der IPCC-Chef Pachauri nicht eingeladen worden (unerwünscht und ausgeladen, IPCC nicht auf der DOHA Klimakonferenz, What is happening to IPCC?, Pachauri miffed as IPCC is not invited). War das eine absichtliche Brüskierung einer diskreditierten Organisation oder könnte es der Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Art und Weise sein, wie das IPCC sich aufplustert und die von der UN selbst beanspruchte Rolle vereinnahmt? Oder fürchteten die Gastgeber, vom IPCC blossgestellt zu werden? Die Konferenzleitung in Doha oblag dem stellvertretenden Aussenminister von Katar, der auch ehemaliger Ehrenvorsitzender der OPEC sein soll. Katar als weltgrösstes Erdgas-Exportland unterstützt die UN-Klimarahmenkonvention, welche die Kohlenutzung zurückdrängen soll. Interessanterweise soll Pachauri im Vorfeld der Konferenz geäussert haben, er fände es “eigenartig”, dass die Konferenz in Katar abgehalten wird, dort wo der Treibhausgas-Ausstoss pro Kopf weltweit am höchsten ist. Vielleicht gab es auch “Befürchtungen”, der 5.Sachstandsbericht des IPCC könnte nicht alarmistisch genug ausfallen? Wie auch immer, letztendlich hat Pachauri wohl doch am Kongress teilgenommen, und allem Anschein nach auch seine Rede gehalten. Informationen aus dem Web legen nahe, dass das IPCC die Kosten für die Teilnahme selbst hat tragen müssen. Wie schrecklich!

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Ein paar Tage in Blogs und Nachrichtenportalen genügen, um in diesem November einen Eindruck von den sich abzeichnenden dramatischen Auswirkungen der energiepolitischen Irrfahrt Deutschlands zu bekommen. Ein Knaller folgt dem nächsten:

Prognose: Strommangel in Deutschland wegen fehlender Kraftwerke

Das Handelsblatt stellt eine Prognos-Wirtschaftsstudie vor, nach der bis 2020 eine Stromlücke von 8 GW zu erwarten ist, die bis 2025 auf 19 GW und bis 2030 auf 27 GW steigen wird, das enspricht etwa der Leistung von 8, 19 bzw. 27 Grosskraftwerken. Zu verdanken sein wird diese Lücke der Abschaltung alter Anlagen ohne dass diese durch Kraftwerks-Neubauten ersetzt werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und der niedrigen Börsen-Strompreise würden derzeit keine Investitionsentscheidungen für zusätzliche Kraftwerkskapazitäten getroffen, heißt es in der Studie. Diese kämen wegen der langen Realisierungsdauer von fünf bis zehn Jahren voraussichtlich auch zu spät, um die drohenden Lücken zu schließen, schreiben die Autoren.

Quelle: Prognos warnt vor Strommangel in Deutschland

Studie: Der Hälfte aller Kraftwerke in NRW droht vorzeitige Stillegung

Nach einer vertraulichen Studie des Düsseldorfer Umweltministeriums droht den Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen im Zuge der Energiewende ein Kahlschlag. 29 von insgesamt 72 Gas- und Kohlekraftwerken gelten spätestens ab 2014 als Problemkandidaten, und müssten vorzeitig vom Netz gehen. Ursache: die starke Zunahme der Stromlieferungen aus Wind- und Solarkraftwerken. Aber auch neu gebaute Meiler ließen sich “bis zum Jahr 2030 nicht sicher refinanzieren”, heißt es in dem Gutachten.

Quelle: Hälfte aller Kraftwerke in NRW droht vorzeitige Stilllegung

Monitoringbericht Bundesnetzagentur: Deutschen Stromnetzen droht der Kollaps

Der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur legt eklatante Schwächen des deutschen Stromübertragungsnetzes offen. Weiterlesen »

Quelle: wikimedia commons

Wie tief verwurzelt das CO2-Klimadogma in den europäischen Institutionen ist, zeigt sich exemplarisch am Versuch, Nicht-EU-Nationen in den EU-Emissionshandel hineinzwingen zu wollen. Nun also tritt die EU-Kommission in dem von ihr ausgelösten internationalen Streit den unvermeidlichen Rückzug an. Am letzten Montag (12.11.) gab sie bekannt, die Emissionsabgabe für die Zivilluftfahrt von und nach Europa bis zum Herbst 2013 auf Eis legen zu wollen – Billigung durch EU-Ministerrat und EU-Parlament vorausgesetzt. Im Herbst 2013 findet die nächste Vollversammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO statt.

EU-Klimakommissarin Hedegaard begründete diesen Rückzug mit der Erwartung, dass die ICAO Rahmenbedingungen zur Senkung von CO2-Emissionen beschliessen werde — verbunden mit der Drohung, die Abgabe wieder erheben zu wollen und “keine neue Initiative” ins Leben rufen, falls dies nicht geschehen sollte. Sie wolle mit dem Aussetzen der Emissionsabgabe im Vorfeld “Raum für politische Verhandlungen” schaffen. Laut Hedegaard gäbe es Anzeichen dafür, dass der Konflikt auf der kommenden ICAO-Vollversammlung beigelegt werden könne. Sie verwies auf eine Vereinbarung des ICAO-Rats, wonach in Kürze eine hochrangige Arbeitsgruppe eingesetzt werde. Das klingt alles nach Gesichtswahrung und viel zu vage, um die Aussetzung glaubwürdig zu begründen. Es scheint eher der Aufhänger zu sein, mit dem die Kommission aus der selbstgegrabenen Grube heraus zu finden hofft.

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Urheber des Bildes: tarsandsaction - www.flickr.com/people/65753242@N04

Jetzt haben ehemalige NASA-Wissenschaftler und Astronauten die Nase voll von den Machenschaften des Goddard Institute For Space Studies (GISS), von J. Hansen und Gavin Schmidt und ihrem Klima-Unfug. In einem gemeinsamen, beissenden Brief an die NASA-Administration rügen sie die Agentur für ihre Haltung, anthropogene CO2-Emissionen mit grosser Sicherheit als Hauptgrund für den Klimawandel hinzustellen, während empirische Beweise vernachlässigt werden, welche die Theorie infrage stellen.

Die Gruppe, welche sieben Apollo-Astronauten und zwei ehemalige Direktoren des Johnson Space Centers der NASA in Houston umfasst, sind erschrocken über die Unfähigkeit der NASA, insbesondere des GISS, eine objektive Bewertung aller verfügbaren wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel erbringen zu können. Sie klagen, die NASA vertraue zu sehr komplexen Klimamodellen, welche doch ihre wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten bei der Vorhersage von Klima über ein oder zwei Jahrzehnte im voraus offenbart haben.

GISS hat sich bekanntermassen durch wiederholte, manipulative Modifikationen der GISS Temperatur-Datenreihen und durch unseriöse Filterung der Temperaturdaten von Meßstationen “verdient” gemacht.

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Sowohl in der deutschen als auch der europäischen Politik hinterlässt die besinnungslos verteidigte Doktrin, durch CO2-Reduktion das Klima beeinflußen zu können, tiefe Spuren, die nationales Recht aushöhlen und internationale Beziehungen zunehmend zu schädigen drohen. In Deutschland sind alle wesentlichen Parteien in einem Allparteienkonsens weitgehend verschmolzen, einer sozialdemokratisch-etatistisch-ökologistischen Einheitsfront, deren Konformitätsdruck die demokratischen Freiräume zu ersticken droht.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verfassungswidrig?

Ein Anfang März bekannt gewordenes Rechtsgutachten der Uni Regensburg kam zu dem Ergebnis, daß die bundesdeutsche EEG-Umlage seit der Novellierung in 2010 verfassungswidrig ist. Demnach erhielt das EEG dadurch den Rang einer „Sonderabgabe“, die am Bundeshaushalt vorbei fließt und damit die bundesstaatliche Finanzverfassung infrage stellt. Bei der Förderung der sogenannten “erneuerbaren Energien” handele es sich grundsätzlich um eine “Gemeinwohlaufgabe”, die laut Finanzverfassung mit Steuermitteln zu finanzieren sei und nicht als “Sonderlast” allein den Stromverbrauchern aufgebürdet werden dürfe.

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GRACE-Satelliten, Quelle: DLR

Seit nunmehr 10 Jahren (März 2002) vermessen die beiden Satelliten der GRACE-Mission (Gravity Recovery and Climate Experiment) aus einer Höhe von 500 km das Gravitationsfeld der Erde. Die ursprünglich auf fünf Jahre ausgelegte Mission wurde bis 2015 verlängert (eine Nachfolge-Mission GRACE-FO ist avisiert). Im Lauf eines Monats liefert GRACE genügend Daten, um das Schwerefeld der gesamten Erde zu berechnen. Die minimalen Variationen der Distanz zwischen beiden Satelliten (220 km) liefern Informationen über das Schwerefeld mit einer räumlichen Auflösung von “einigen 100 km”.

Kontinentale Gletscher und Eismassen

Aus den GRACE-Daten lassen sich unter anderem Rückschlüsse auf die globale Entwicklung der kontinentalen Gletscher sowie über das grönländische und antarktische Eisschild gewinnen. Die Auswertung eines US-amerikanischen Forscherteams der Uni Colorado und des National Center for Atmospheric Research (NCAR) über einen Zeitraum von acht Jahren brachte überraschende Ergebnisse — überraschend jedenfalls für Vertreter der AGW-These. Und zwar haben die kontinentalen Gletscher auf hohen Gebirgen (ohne Grönland und die Antarktis) deutlich weniger Masse verloren, als bisher geschätzt. Die Abschmelzrate ist tatsächlich 30 Prozent niedriger.

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Im letzten September hatten am Opera-Experiment beteiligte Wissenschaftler die Fachwelt gebeten, ihre Beobachtung von “überlichtschnellen Neutrinos” zu überprüfen. Zumindest konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Beobachtung richtig war. Dies verursachte zum Teil Sensationsberichte in der Presse und Medien, worüber ich ja hier berichtet hatte. Doch alle, die da die Relativitätstheorie “zusammenbrechen” sahen, und den “Einsturz der Physik” zu erkennen glaubten, müssen sich nun mit der schnöden Erklärung abfinden, daß überlichtschnelle Neutrinos nichts als eine durch technische Fehler des Meß-Equipments verursachte Illusion sind. Das Opera-Team konnte zwei mögliche Fehlerquellen eingrenzen:

  • Ein Glasfaser-Verbindungskabel zwischen einem GPS-Gerät und einem Computer
  • Ein Oszillator der zur Generierung von Zeitstempeln verwendet wird

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Die Anfang Dezember veröffentlichte Studie zur Globaltemperatur steht weiter in der Kritik. Zur Erinnerung: In der Studie unternahmen Rahmstorf & Foster den Versuch, aus 5 globalen Datenreihen die linearen Effekte dreier Faktoren (ENSO, Sonnenaktivität, Vulkanismus) für den Zeitraum 1979 – 2010 herauszurechnen. Zweck und Anlass dieser “Übung” war es, mittels statistischer Methodik eine (scheinbar) unvermindert fortschreitende, anthropogen verursachte globale Erwärmung “herbeizurechnen” (eine entsprechende, verräterische Feststellung hat Rahmstorf zwischenzeitlich aus seinem Blogartikel entfernt) und Unterschiede zwischen den 5 Trendkurven “glattzubügeln”. Dies mag durch die “Herausrechnung” von MEI, AOD und TSI mathematisch zwar gelungen sein. Nur — was hat das mit der Realität zu tun?

Im Speziellen nehmen die beiden Herren für die letzten 12 Jahre eine statistische Signifikanz in Anspruch, O-Ton Rahmstorf:

“Wegen der kleineren zwischenjährlichen Schwankungen kann man jetzt auch über kürzere Zeiträume statistisch signifikante Trendberechnungen machen. So ist in allen fünf Datenreihen selbst der Erwärmungstrend ab dem Jahr 2000 statistisch signifikant (…)”.

Diese Behauptung ist mathematisch-statistische Spiegelfechterei, die darauf beruht, dass statistische Unsicherheiten in den Wind geschlagen werden. Insbesondere verschweigt Rahmstorf, dass seine Aussage klimatischer Betrachtung in jedem Fall nicht genügt. Um klimatische Relevanz zu erreichen, müssen Daten über mindestens 30 Jahre ausgewertet werden. Dies kann nicht Gegenstand der Diskussion sein.

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