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Archive for August 2011

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Die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf das Klima werden derzeit am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) im Rahmen des CLOUD-Experiments untersucht.

Die vorläufigen Ergebnisse des CLOUD-Experiments wurden am 24.8. in Nature unter dem Titel „Role of sulphuric acid, ammonia and galactic cosmic rays in atmospheric aerosol nucleation“ veröffentlicht. Ein begleitender Bericht in naturenews macht dabei deutlich, in welcher Zeitperspektive das Experiment zu sehen ist. Es gibt viele offene Fragen, weswegen der Leiter des Experiments, Jasper Kirkby erwartet, daß es mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen wird, die notwendigen Serien von Messungen durchzuführen und auszuwerten, um „die Sache auf die eine oder andere Weise zu klären“.

There is a series of measurements that we will have to do that will take at least five years. But at the end of it, we want to settle it one way or the other.

Schaut man sich die vorliegenden Ergebnisse näher an, dann wird klar, warum das so ist und warum Schlagzeilen wie „CERN-Experiment bestätigt: kosmische Strahlen beeinflussen die Wolkenbildung!“, aber ganz besonders „CLOUD-Experiment lässt Klimaschwindel auffliegen“ etwas verfrüht wirken. Der Stand der Dinge in Kurzfassung:

  1. Die Ionisation durch kosmische Strahlung erhöht die Produktion von Aerosolen in der mittleren und oberen Troposphere signifikant.
  2. Die Grösse der beobachteten Aerosole ist nicht ausreichend, um als Kondensationskerne für die Wolkenbildung zu taugen.
  3. Die bisher für die Bildung von Aerosolen in der unteren Atmosphäre (bis 1000m) verantwortlich gemachten Spurengase können nur einen kleinen Teil der beobachteten atmosphärischen Aerosole-Produktion erklären. Die kosmische Strahlung scheint daran nichts zu ändern.

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In einer Pressekonferenz am 26.7. hat der DWD seine Klimaprognose 2011 vorgestellt. Dies ist in diversen Medienberichten und Blogartikeln bereits kommentiert worden. Die alarmistisch effektheischende Grafik, welche prognostizierte Temperaturentwicklungen maßstabsverzerrend den gemessenen Temperaturreihen anfügt, ist in dem Artikel DWD veröffentlicht ein Fehlersuchbild bei Science Skeptical am deutlichsten entlarvt worden.

Halbwahrheiten und Beinah-Lügen

Auf der Pressekonferenz bezeichnete Müller-Westermeier, Leiter Klimaanalyse des DWD, das 1.Halbjahr 2011 als „zu warm, zu trocken und zu sonnig“. Das mag sein, aber nur im Vergleich zum Referenzzeitraum. Es ändert nichts am derzeit nahezu gleichbleibenden Temperaturniveau — vergleiche Abbildungen 1 und 2. Weiter führte er aus:

„Die ersten sechs Monate 2011 zeigen aber, daß der Erwärmungstrend in Deutschland wie auch weltweit ungebrochen ist.“ … „Inzwischen ist, wie gerade für 2011 geschildert, auch in Deutschland der Erwärmungstrend meßbar zurückgekehrt.“

Diese Feststellungen sind nicht weit von einer Lüge entfernt, denn der DWD hat Kenntnis seiner eigenen Daten, welche in den letzten knapp 30 Jahre (also klimatisch relevant) eine Verlangsamung des Erwärmungstrends, und in den letzten 21,5 Jahren sogar einen nahezu zum Erliegen gekommenen Erwärmungstrend zeigen. Müller-Westermeier erzählt also schon für den aufmerksamen Laien erkennbaren Unsinn. Der Erwärmungstrend ist eben NICHT zurückgekehrt. Dazu bedarf es mehr als eines Halbjahres, welches lediglich eine unterdurchschnittliche Mitteltemperatur (7,8 Grad) wieder anhebt. Wir befinden uns immer noch unter der linearen Trendlinie 1989 – 2010, wie Abbildung 1 zeigt.

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In Memoriam: Loriot

Loriot. Unvergleichlich und unersetzlich.

„in Anbetracht der Situation, in der wir uns be-finden!“

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Es gibt doch immer wieder mal Artikel im Web, die den Geist Freien Denkens atmen und unsere Gesellschaft aus größerem Abstand betrachten. Wie erst aus einem Flugzeug heraus verborgende Bodenformationen erkennbar werden (z.B. vorzeitliche Siedlungsreste), so lassen sich erst mit genügend Abstand gesellschaftliche Fehlentwicklungen in der richtigen Dimension erfassen und analysieren.

Für solche Artikel ist z.B. NOVO Argumente eine gute Quelle. Im Juli ist dort ein Artikel von Matthias Heitmann erschienen (bzw. ursprünglich im Schweizer Monat), der die zwanghaft paranoide Katastrophen-Fixierung unserer Gesellschaft thematisiert: „Die Lust am eigenen Untergang“. Es lohnt sich unbedingt, diesen Artikel in seiner Gänze zu geniessen.

Zum vorherrschenden „Apokalyptischen Denken“ meint der Artikel:

Die Folgen dieses Denkens sind für die Gesellschaft dramatischer als alle Unfälle und „Katastrophen“ zusammen: Sie verliert nicht nur die Fähigkeit, zwischen echten und gefühlten Bedrohungen zu unterscheiden, sondern auch die, auf wirkliche Bedrohungen überlegt und angemessen zu reagieren. (…)

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