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Archive for September 2011

Sensationelle Meldungen geistern durch die Presse. Diese Meldungen reizen mich zu einem Blogartikel, weil zum Teil voreilige und unüberlegte Schlüsse gezogen werden, die vom Sensationsgedanken, nicht aber vom klaren Verstand bestimmt sind. Es geht um folgendes:

Wissenschaftler des OPERA-Experiments veröffentlichten ein außerordentlich überraschendes Ergebnis: Bei der Messung der Flugzeit von Neutrinos zwischen Sender und Empfänger stellten sie fest, dass diese Teilchen mit 20-25 Millionstel größerer Geschwindigkeit als die Lichtgeschwindigkeit zu fliegen scheinen. Für dieses Experiment werden am CERN in Genf Neutrinos erzeugt. OPERA - © CNRS Photothèque / FADAY, Jean-MarcDiese fliegen unterirdisch rund 730 Kilometer weit in das unterirdische Gran-Sasso Labor nahe Rom. In Gran-Sasso werden sie detektiert und eigentlich auf ganz andere Eigenschaften als ihre Geschwindigkeit untersucht. Die Messung der Neutrino-Geschwindigkeit ist nicht direkt möglich, sondern beruht auf dem Vergleich zweier Event-Zeitverteilungen.

Nun beträgt die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum exakt 299.792.458 m/s. Die Neutrinos würden demnach in einer Sekunde um 7,5 km (299.792.458 x 0.000025) weiter, und auf der Strecke CERN – Gran Sasso um 18,25 m (730.000 x 0.000025) weiter fliegen. Das liegt weit über der Messgenauigkeit, mit der die 730 km lange Strecke bekannt ist: +/-20 cm, und ist damit signifikant.

Was bedeutet das also? Schauen wir uns zunächst mal einige Presse-Schlagzeilen plus Einleitung an, die als exemplarische Fehldeutungen auffallen (was nicht heisst, daß diese Artikel durchgehend schlecht sind).

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In seiner jährlichen Pressekonferenz bewertet der DWD – wie auch jüngst geschehen – das Wetter des jeweils vergangenen Jahres immer noch im Vergleich zur amtlich verordneten, starr festgelegten sogenannten „Normalperiode“ 1961-1990. Weil die Mitteltemperatur in den vergangenen Jahrzehnten im Vergleich zu dieser Periode auf einem höheren Niveau lag, erscheint jedes Jahr, jeder Sommer oder Winter und auch einzelne Monate demgegenüber fast immer „zu warm“. Man führe sich dazu die Rede des Herrn Müller-Westermeier, Leiter des Bereichs Klimaanalyse des DWD, zu Gemüte.

Unser Wetter muss sich also permanent mit einem Referenzwetter messen, das z.B. ein heute Vierzigjähriger nie erlebt hat. Jede Veränderung des Erwärmungstrends, selbst wenn dieser über ein Jahrzehnt anhält, wird aufgrund dieses Tricks unter den Tisch gefegt. Kein Wunder, wenn die Einordnungen des DWD immer häufiger Befremden auslösen.

Das es auch anders geht, zeigt jetzt das Wetter-Portal WetterOnline, welches von der WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH betrieben wird. WetterOnline wird fortan die Jahre 1981-2010 als Referenzperiode benutzen und somit Veränderungen der Wetter-Realität („zu warm“, „zu kühl“) anhand der aktuellsten Klimaperiode messen! Somit dürften die Bewertungen „zu warm“ und „zu kühl“ endlich besser zur erlebbaren Realiät passen und klimatische Veränderungen besser berücksichtigen, als das AGW-konforme „zu warm, zu warm“-Geblöcke des DWD.

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