Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for November 2012

Ein paar Tage in Blogs und Nachrichtenportalen genügen, um in diesem November einen Eindruck von den sich abzeichnenden dramatischen Auswirkungen der energiepolitischen Irrfahrt Deutschlands zu bekommen. Ein Knaller folgt dem nächsten:

Prognose: Strommangel in Deutschland wegen fehlender Kraftwerke

Das Handelsblatt stellt eine Prognos-Wirtschaftsstudie vor, nach der bis 2020 eine Stromlücke von 8 GW zu erwarten ist, die bis 2025 auf 19 GW und bis 2030 auf 27 GW steigen wird, das enspricht etwa der Leistung von 8, 19 bzw. 27 Grosskraftwerken. Zu verdanken sein wird diese Lücke der Abschaltung alter Anlagen ohne dass diese durch Kraftwerks-Neubauten ersetzt werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und der niedrigen Börsen-Strompreise würden derzeit keine Investitionsentscheidungen für zusätzliche Kraftwerkskapazitäten getroffen, heißt es in der Studie. Diese kämen wegen der langen Realisierungsdauer von fünf bis zehn Jahren voraussichtlich auch zu spät, um die drohenden Lücken zu schließen, schreiben die Autoren.

Quelle: Prognos warnt vor Strommangel in Deutschland

Studie: Der Hälfte aller Kraftwerke in NRW droht vorzeitige Stillegung

Nach einer vertraulichen Studie des Düsseldorfer Umweltministeriums droht den Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen im Zuge der Energiewende ein Kahlschlag. 29 von insgesamt 72 Gas- und Kohlekraftwerken gelten spätestens ab 2014 als Problemkandidaten, und müssten vorzeitig vom Netz gehen. Ursache: die starke Zunahme der Stromlieferungen aus Wind- und Solarkraftwerken. Aber auch neu gebaute Meiler ließen sich „bis zum Jahr 2030 nicht sicher refinanzieren“, heißt es in dem Gutachten.

Quelle: Hälfte aller Kraftwerke in NRW droht vorzeitige Stilllegung

Monitoringbericht Bundesnetzagentur: Deutschen Stromnetzen droht der Kollaps

Der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur legt eklatante Schwächen des deutschen Stromübertragungsnetzes offen. (mehr …)

Advertisements

Read Full Post »

Quelle: wikimedia commons

Wie tief verwurzelt das CO2-Klimadogma in den europäischen Institutionen ist, zeigt sich exemplarisch am Versuch, Nicht-EU-Nationen in den EU-Emissionshandel hineinzwingen zu wollen. Nun also tritt die EU-Kommission in dem von ihr ausgelösten internationalen Streit den unvermeidlichen Rückzug an. Am letzten Montag (12.11.) gab sie bekannt, die Emissionsabgabe für die Zivilluftfahrt von und nach Europa bis zum Herbst 2013 auf Eis legen zu wollen – Billigung durch EU-Ministerrat und EU-Parlament vorausgesetzt. Im Herbst 2013 findet die nächste Vollversammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO statt.

EU-Klimakommissarin Hedegaard begründete diesen Rückzug mit der Erwartung, dass die ICAO Rahmenbedingungen zur Senkung von CO2-Emissionen beschliessen werde — verbunden mit der Drohung, die Abgabe wieder erheben zu wollen und „keine neue Initiative“ ins Leben rufen, falls dies nicht geschehen sollte. Sie wolle mit dem Aussetzen der Emissionsabgabe im Vorfeld „Raum für politische Verhandlungen“ schaffen. Laut Hedegaard gäbe es Anzeichen dafür, dass der Konflikt auf der kommenden ICAO-Vollversammlung beigelegt werden könne. Sie verwies auf eine Vereinbarung des ICAO-Rats, wonach in Kürze eine hochrangige Arbeitsgruppe eingesetzt werde. Das klingt alles nach Gesichtswahrung und viel zu vage, um die Aussetzung glaubwürdig zu begründen. Es scheint eher der Aufhänger zu sein, mit dem die Kommission aus der selbstgegrabenen Grube heraus zu finden hofft.

(mehr …)

Read Full Post »