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Posts Tagged ‘kosmische-strahlung’

Kleriker und Gläubige der CO2-fixierten Klimaforschung tun sich – zurückhaltend gesagt – sehr schwer mit der Svensmark-Theorie. Prinzip: wenn diese schon nicht aus dem Feld zu schlagen ist, soll wenigstens deren Gültigkeit für die letzten Jahrzehnte ausgehebelt werden. Deshalb werden einseitige und irreführende Darstellungen in AGW-treuen Blogs verbreitet und bereits entkräftete Darstellungen immer noch wiederholt. Diese alarmistisch motivierten Argumente werde ich, weil dies einen einzelnen Blogartikel sprengen würde, in lockerer Folge demaskieren.

Henrik Svensmark

Vorgeschichte: Der dänische Physiker und Klimaforscher Henrik Svensmark trat 1996 erstmals mit seiner Theorie an die Öffentlichkeit, nach der die kosmische Strahlung die Wolkenbildung stimuliert und damit das Klima stark beeinflusst. Die Stärke der die Erde treffenden kosmischen Strahlung wird demnach vom Magnetfeld der Sonne moduliert. Je stärker das solare Magnetfeld, desto weniger kosmische Strahlung erreicht die Erde, und umgekehrt. Die Theorie hat sehr profitiert von der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Jan Veizer (Geophysiker) und Nir Shaviv (Astrophysiker), deren Forschungen völlig unabhängig von Svensmark in die gleiche Richtung wiesen. Mittlerweile liegen mehrere Studien vor, welche die Svensmark-Theorie stützen. Experimentell fand die Svensmark-Theorie 2006 eine erste grundsätzliche Bestätigung im SKY-Experiment am Danish National Space Center in Kopenhagen.

Seit Dezember 2009 läuft am CERN das CLOUD-Experiment unter Leitung von Jasper Kirkby, welches unter realen Bedingungen den Einfluss kosmischer Strahlung auf die Wolkenbildung untersucht und erste vielversprechende Zwischenergebnisse erbracht hat. Zwischenzeitlich jedoch war ein dänisches Team schneller. In einem Experiment mit dem dänischen Teilchenbeschleuniger ASTRID an der Uni Aarhus konnte Svensmarks Theorie der von kosmischen Strahlen geförderten Wolkenbildung experimentiell vollauf bestätigt werden. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Geophysical Research Letters im Mai 2011 veröffentlicht.

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cloud experiment logo

Die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf das Klima werden derzeit am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) im Rahmen des CLOUD-Experiments untersucht.

Die vorläufigen Ergebnisse des CLOUD-Experiments wurden am 24.8. in Nature unter dem Titel „Role of sulphuric acid, ammonia and galactic cosmic rays in atmospheric aerosol nucleation“ veröffentlicht. Ein begleitender Bericht in naturenews macht dabei deutlich, in welcher Zeitperspektive das Experiment zu sehen ist. Es gibt viele offene Fragen, weswegen der Leiter des Experiments, Jasper Kirkby erwartet, daß es mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen wird, die notwendigen Serien von Messungen durchzuführen und auszuwerten, um „die Sache auf die eine oder andere Weise zu klären“.

There is a series of measurements that we will have to do that will take at least five years. But at the end of it, we want to settle it one way or the other.

Schaut man sich die vorliegenden Ergebnisse näher an, dann wird klar, warum das so ist und warum Schlagzeilen wie „CERN-Experiment bestätigt: kosmische Strahlen beeinflussen die Wolkenbildung!“, aber ganz besonders „CLOUD-Experiment lässt Klimaschwindel auffliegen“ etwas verfrüht wirken. Der Stand der Dinge in Kurzfassung:

  1. Die Ionisation durch kosmische Strahlung erhöht die Produktion von Aerosolen in der mittleren und oberen Troposphere signifikant.
  2. Die Grösse der beobachteten Aerosole ist nicht ausreichend, um als Kondensationskerne für die Wolkenbildung zu taugen.
  3. Die bisher für die Bildung von Aerosolen in der unteren Atmosphäre (bis 1000m) verantwortlich gemachten Spurengase können nur einen kleinen Teil der beobachteten atmosphärischen Aerosole-Produktion erklären. Die kosmische Strahlung scheint daran nichts zu ändern.

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Am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf nähert sich das CLOUD-Experiment seinem Abschluß. Leiter des Projektes ist Dr. Jasper Kirkby. Mit diesem Experiment sollte der Einfluß der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung untersucht werden. Das Experiment wurde durch die These Hendrik Svensmarks angeregt, wonach die kosmische Strahlung im Zusammenwirken mit der Intensität des Sonnenwinds in der Atmosphäre der Erde zur Partikel- bzw. Aerosolbildung führt und damit die Wolkenbildung entscheidend beeinflussen könnte.

– Vortrag von Jasper Kirby zum Thema –

In einem längeren Interview in der Welt hat sich der CERN-Generaldirector Rolf-Dieter Heuer nun zum CLOUD-Experiment in kontraproduktiver Weise so positioniert:

Ich habe die Kollegen gebeten, die Ergebnisse klar darzustellen, aber nicht zu interpretieren. Damit würde man sich sofort in die hochpolitische Arena der Klimawandeldiskussion begeben. Man muss sich darüber klar sein, dass es sich bei der Höhenstrahlung nur um einen von sehr vielen Parametern handelt.

Der tschechische Physiker Luboš Motl hat diese Stellungnahme in seinem Blog „The Reference Frame“ kritisch gewürdigt. Diese Kritik ist so zielgenau, daß ich sie im folgenden (marginal ergänzt) aufnehmen möchte:

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