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Posts Tagged ‘Neutrinos’

Im letzten September hatten am Opera-Experiment beteiligte Wissenschaftler die Fachwelt gebeten, ihre Beobachtung von „überlichtschnellen Neutrinos“ zu überprüfen. Zumindest konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Beobachtung richtig war. Dies verursachte zum Teil Sensationsberichte in der Presse und Medien, worüber ich ja hier berichtet hatte. Doch alle, die da die Relativitätstheorie „zusammenbrechen“ sahen, und den „Einsturz der Physik“ zu erkennen glaubten, müssen sich nun mit der schnöden Erklärung abfinden, daß überlichtschnelle Neutrinos nichts als eine durch technische Fehler des Meß-Equipments verursachte Illusion sind. Das Opera-Team konnte zwei mögliche Fehlerquellen eingrenzen:

  • Ein Glasfaser-Verbindungskabel zwischen einem GPS-Gerät und einem Computer
  • Ein Oszillator der zur Generierung von Zeitstempeln verwendet wird

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Sensationelle Meldungen geistern durch die Presse. Diese Meldungen reizen mich zu einem Blogartikel, weil zum Teil voreilige und unüberlegte Schlüsse gezogen werden, die vom Sensationsgedanken, nicht aber vom klaren Verstand bestimmt sind. Es geht um folgendes:

Wissenschaftler des OPERA-Experiments veröffentlichten ein außerordentlich überraschendes Ergebnis: Bei der Messung der Flugzeit von Neutrinos zwischen Sender und Empfänger stellten sie fest, dass diese Teilchen mit 20-25 Millionstel größerer Geschwindigkeit als die Lichtgeschwindigkeit zu fliegen scheinen. Für dieses Experiment werden am CERN in Genf Neutrinos erzeugt. OPERA - © CNRS Photothèque / FADAY, Jean-MarcDiese fliegen unterirdisch rund 730 Kilometer weit in das unterirdische Gran-Sasso Labor nahe Rom. In Gran-Sasso werden sie detektiert und eigentlich auf ganz andere Eigenschaften als ihre Geschwindigkeit untersucht. Die Messung der Neutrino-Geschwindigkeit ist nicht direkt möglich, sondern beruht auf dem Vergleich zweier Event-Zeitverteilungen.

Nun beträgt die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum exakt 299.792.458 m/s. Die Neutrinos würden demnach in einer Sekunde um 7,5 km (299.792.458 x 0.000025) weiter, und auf der Strecke CERN – Gran Sasso um 18,25 m (730.000 x 0.000025) weiter fliegen. Das liegt weit über der Messgenauigkeit, mit der die 730 km lange Strecke bekannt ist: +/-20 cm, und ist damit signifikant.

Was bedeutet das also? Schauen wir uns zunächst mal einige Presse-Schlagzeilen plus Einleitung an, die als exemplarische Fehldeutungen auffallen (was nicht heisst, daß diese Artikel durchgehend schlecht sind).

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